Wie erzähle ich es den Kindern?

Mama und Papa sind getrennt – wie erzähle ich es den Kindern?

Es ist nicht einfach die neue Situation den Kindern mit zu teilen.

Meine Kinder sind noch sehr jung. Sie verstehen es nur bedingt. Die Folgen wird man erst wesentlich später fest stellen.

Die Mittlere ist 2 1/2 Jahre. Sie hat viel nach Papa gefragt, als wir noch zusammen lebten. Sie hat auf ihn gewartet bis er von der Arbeit kam. Stand bei jedem Geräusch am Fenster oder an der Tür. Jeder der klingelte war „Papa“. Selbst das Geräusch des Autos erkannte sie als Papa.

Es wurde schon während der Beziehung weniger, weil ihr warten kaum erhört und beachtet wurde. Diese Zeit war die Schwerste – für uns alle.

Es war also gar nicht, wie ich dachte, dass die Mittlere dauernd nach Papa fragen würde.

Sie spielte eher „Mama, Papa und Kind“ mit allen was sie in die Finger bekam und macht es immer noch.

Auch beim Einkaufen sind gern die Männer mal „Papa“. Witzige und peinliche Situationen zugleich treffen hier aufeinander. Die Männer sind aber meist gelassen und antworten in etwa: „Da würde ich mich dran erinnen.“ Allerdings meint sie mit „Papa“ sowas wie Mann, oder ein Papa (von jemand anderen) , das hat sie schon gut drauf.

Schwieriger ist wenn der Papa eine Zeit weg ist und wieder auftaucht. Und man nicht weiß, wie man damit umgehen soll. Ich würde fast sagen dummerweise hat sie ihn wieder gesehen um ihn dann wieder nicht zu sehen. Sie wollte ihn natürlich dann bei sich haben, und konnte nicht verstehen, dass er wieder weg musste. Dann noch mit so einen dämlichen Flucht Abgang, dass die Mittlere gar nichts mehr verstanden hat und ein dejavu deluxe haben musste als ihr Papa plötzlich verschwinden war. So fühlte es sich zumindest an als ich dann nach paar Sekunden selbst völlig daneben los fuhr und sie immer wieder nach Papa rief. Eine Konstante so aufzubauen ist also eher schwierig.

Die eigentliche Erklärung muss ich ihr wohl in ein paar Jahren liefern. Davor sagte ich immer er ist arbeiten oder bei sich zuhause.

Von der Großen kenne ich die Situation der Trennung auch noch.

Ich habe versucht eine gute Atmosphäre zu schaffen, wir waren den Tag über zusammen. Und das Gespräch selbst eher kurz gehalten und gesagt, dass wir nicht mehr zurück gehen. Sie war zu den Zeitpunkt 8 Jahre und sagte nur „OK“. Alles andere kam natürlich auch erst später zum Vorschein.

Im Nachhinein betrachtet hätte ein gemeinsames Gespräch mit dem Ex-Mann einiges anders gemacht. Andersherum war es auch nicht wirklich möglich gewesen, weil er dort schon im Kampfmodus war und mich runter machte, drohte und was verzweifelte Ex Menschen sonst so machen, wenn sie nicht weiter wissen.

Keine gute Basis für Kinder muss ich leider aus eigener Erfahrung sagen. Ich hoffe, du verstehst dich besser mit dem Kindesvater im Wohle des Kindes. Lass nichts aus um dir und euch in der Situation zu helfen.

Jugendamt, Familienhilfe, Beratungsstellen, Psychologen können Anlauf stellen sein.

Der Vater der Großen wurde mit eingebunden, und der Weg scheint richtig.

Außerdem können dir alle deine Fragen beantwortet werden, Ängste genommen werden und Struktur rein gebracht werden. Auch wenn der Weg erstmal lang ist, da man von Termin zu Termin hüpft. Viel abwartet in der Zwischenzeit. Die Situation mit den Kind beobachten muss usw.. Doch es lohnt sich.

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